Die Schützenhäuser der SG-Haiger seit der Gründung 1890


Schießhalle

Im Revier „gebrannte Hecke“

10.10.1890
Gesuch um Genehmigung eines Schießstandes an den Herrn Bürgermeister Steinbrenner eingereicht. Bei diesem Stand handelt es sich um eine „aus Bretterwänden bestehende und mit Asphalt gedeckte und nach vorn offene Schießhalle“ im Revier „Gebrannte Hecke“. Unterzeichnet war dieses Gesuch von H. Seelhof.

19.12.1890
Bevor dieses Schreiben wieder beim Vorstand landete, ging es durch viele Hände. Erst am 19. Dezember 1890 bekam der Schützenclub auf dies Gesuch vom königlichen Oberförster Müller den Bescheid: „Dass die Jagdpächter die Errichtung eines Schießstandes an der vorgesehenen Stelle im Interesse der Jagd nicht wünsche“.

Herbst 1890
Bau eines Schießstandes

1890-1945
Geschossen wurde am Standort Frauenberg. Distanzen bis 300m. Die kleinen Bunker der Scheibenanlage kann man heute noch sehen. (In 1945 wurde der Verein verboten und der Verein zwangsweise aufgelöst.)

1. Schützenhaus an der Donsbacher Straße

Einweihung im Oktober 1897

Dezember 1896
Erste Beratungen und Planungen über den Neubau einer Schießhalle

1897
Neubau einer Schießhalle – Schützenhaus Nr. 1

Oktober 1897
Einweihung mit Preisschießen, Konzert und Ball.

2. Schützenhaus in der Lehmkaute/Ziegelei

Einweihung in 1962

1960
Im Jahre 1960 wurde mit dem Bau des neuen Schützenhauses begonnen. Die finanziellen Mittel reichten für ein derartiges Vorhaben natürlich nicht aus, aber der alte Idealismus und die Liebe zur Sache machten auch diesen Neubau möglich. Im Sommer wie auch im Winter waren die Unentwegten dabei, das neue Haus in unermüdlichem Einsatz zu vollenden. Das fehlende Kapital konnte nur durch umfangreiche Eigenleistung ersetzt werden. Etwa 50% des Kostenvoranschlags wurden durch persönlichen Einsatz ersetzt. Bei aller Arbeit waren die Schützen von Haiger aber auch noch immer aktiv am sportlichen Geschehen beteiligt. War es vor dem Kriege Wilhelm Becker, der die Geschicke des Vereines immer wieder in geordnete Bahnen lenkte, so tragen die sechziger, siebziger und teilweise achtziger Jahre die Handschrift des ersten Schützenmeisters Karl Schneider. Rundenwettkämpfe, Meisterschaften und Ausbau des Schützenhauses sind die Ereignisse, die den Tagesablauf der Gesellschaft bestimmen. Zu dieser Zeit war um das Schützenhaus herum recht freies Land. Ausstattung: Eine 50m Kleinkaliberbahn, 10m Luftgewehr Raum und Saal für diverse andere Zwecke. 

Allerdings:
Sportpistolenschützen hatten keine Möglichkeit zu schießen und mussten auswärts schießen.

1975
Bau eines Pistolenstandes für die Sportpistolenschützen und gleichzeitig großzügige Erweiterung des Schützenhauses. Baustopp
Die Nachbarschaft interessierte sich für das Gelände des Schützenhauses. Der westliche Nachbar übernahm das Gelände, Haus, Stand und Neubau. 1975 lag das Schützenhaus mitten im Wohngebiet. Heute ist der Platz von neuen Bauwerken überbaut.

3. Schützenhaus am Haarwasen

Einweihung am 31.03.1978

10.01.1976
Jahreshauptversammlung. Vorstellung der Bauplanung für das neue Schützenhaus am Haarwasen.
April 1976
Bauantrag wird eingereicht.
Oktober 1976
Genehmigung Bauantrag. In 1976 ist der letzte Wendepunkt der nunmehr 125 jährigen Geschichte unserer Gesellschaft, denn nach einigen Verhandlungen hat sich herausgestellt, dass das Schützenhaus in der Lehmgrube verlassen wird und wir in ein neues, somit drittes Schützenhaus auf dem Haarwasen umziehen. Zu diesem Zeitpunkt gab es für wenige Tage drei Schützenhäuser in Haiger.
31.03.1978
Offizielle Einweihung 3. Schützenhaus

40 Jahre Schützenhaus am Haarwasen.
1976 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Schützenhaus am Haarwasen in Haiger. Bereits zum dritten Mal suchte die Gesellschaft einen geeigneten Platz für ihr Schützenhaus.
Nachdem die Haigerer Schützen bis 1961 am Donsbacher Weg beheimatet war, wurde ein neues Vereinsdomizil am Hickenweg gegenüber der heutigen Stadthalle errichtet. 
Doch schon im April 1976 wurde ein Bauantrag für die Errichtung des heutigen Schützenhauses am Haarwasen eingereicht. Die polizeiliche und schießtechnische Genehmigung erfolgte noch im Juni, so dass die Baugenehmigung im Oktober erteilt wurde.
1976 wurde, in nur wenigen hundert Meter Entfernung, am Sportplatz mit dem Bau begonnen. Größtenteils in Eigenleistung gelang es, ein großzügiges Schützenhaus mit 16 Luftgewehr-, 5 Großkaliber- und 5 Kleinkaliberständen errichtet. 
Die Schützen erhielten zudem einen geräumigen Saal mit angeschlossener Theke sowie einer Küche. Die offizielle Einweihung des neuen Schützenhauses erfolgte im März 1978.

Derzeit blickt das Schützenhaus nun auf ein 40-jähriges Bestehen. Zahlreiche Renovierungen, Umbauten und Modernisierungen standen in den letzten Jahren an. Als eine der ersten Umbau- bzw. Sanierungsarbeiten wurde die Erweiterung der Trennwand zwischen dem GK und dem KK Stand realisiert. 
In diesem Zuge wurde auch die Überdachung der Duellanlage auf 25m erneuert. Nachdem die Trennwand fertiggestellt war, konnte schon bald mit dem Neubau der großzügigen Überdachung auf 50 m begonnen werden. Auch wurde das Schützenhaus technisch auf dem neuesten Stand gehalten. Hierzu zählt die Modernisierung der Heizungsanlage, Austausch der Thekenanlage, Einbau einer neuen Küche sowie die Neuinstallation einer Duell-Anlage auf dem GK- Stand.
Diverse Verschönerungsarbeiten wie das Streichen der Innenwände sowie der Außenfassade wurden ausgeführt.

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